Mein Mentoring Abenteuer (2)
Mein Leben ist meine Geschichte ist mein Leben
Die erste Aufgabe auf dem Weg in die Sichtbarkeit heißt: benenne das Problem und die Lösung, um die es in deinem Angebot genau geht. Zoom auf die Lage der Wunschkundin. Ich weiß, dass es um mich selbst geht. Seit einigen Jahren kreise ich wie ein Adler aus der Höhe um diesen Punkt: was ist es denn nun genau? Mit diesem Punkt, für den ich brenne. Den ich in und auswendig kenne. Zuspitzen, wen ich wirklich ansprechen möchte. Wer ist die Frau, der ich helfen kann?
Alte Muster winken immer
Heute morgen fühle ich mich unaufgeräumt und entschließe mich, eine große Runde über den Berg zu laufen – das hilft immer. Vorher aber höre höre ich in ein Interview in Mystica TV hinein, auf dass es mir die Vorbereitungen im Bad etwas zerstreuen möge. Von Gott soll im neuen Buch die Rede sein, das klingt gut. Ich wünsche mir viel Vertrauen, dann ist es die richtige Spur.
Schöpferkraft schafft Freude
Der Moderator ist schon bei der Ankündigung voll der Wertschätzung, was sonst nicht seine Art ist. Die Autorin freut sichund teilt nach und nach ihre erstaunliche Geschichte. Mit jedem Moment werden meine Ohren größer, denn nach Allem, was diese Frau erlebt hat, sind es allein unsere eigenen Geschichten, durch die wir selbst unsere Realität schaffen.
Das passte so gut, denn grad heute Morgen hatte ich mich wieder mal dabei ertappt, mir selbst mit einem Satz kraftvoll die Kraft zu nehmen: „ach das wird heute bestimmt wieder nix mit dem guten Arbeiten“ – und drehte den Satz flugs um: „Ich freue mich über die Überraschungen, die immer häufiger auftauchen“.
Autorin Maria beeindruckt mich mit ihrer Lebendigkeit und der echten Begeisterung. Mein Herz macht einen Sprung, denn das mit dem Geschichten Schreiben berührt mich sie tief.
Schreiben ist pure Gestaltungskraft
Auf einmal weiß ich, dass das Schreiben der eigenen Geschichte die pure Freiheit ist. Der gerade Weg, mir selbst die beste Freundin zu werden. Und mich dadurch zu befreien. Mich selbst mögen und verstehen zu lernen. Bewusst weiterzugehen, in diesen stürmischen Zeiten. Stell dir vor, es ist alles richtig gewesen, denk ich mir. Ich liebe die Sprache und kann mit meiner Kunst konkret etwas schaffen.
Ist der Blick zurück freundlich denkbar?
Ich habe ein ungewöhnlich unkonventionelles und häufig aufregendes Leben geführt. Schon immer. Selten spreche ich darüber. Finde heute, dass ich Chancen verpasst habe, weil ich immer schnell weitergegangen bin. Dabei war ich mutig gewesen. Manches mal waghalsig und keineswegs ungefährlich – nicht nur die Nacht der Naturkatastrophe, in der ich wie durch ein Wunder überlebt und den anderen den Rücken gestärkt hab.
Dieses intensive Leben, mein erstes Leben bis 40 etwa, war wie Programm gewesen. Dass sich hinter dieser Lebensführung eine tiefe Unruhe verbarg, ist mir jetzt bewusst.
Verzeihen lernen, vor allem mir selbst
Mich Aussöhnen mit den vielen Abschieden. Mental beschlossen und umgesetzt. Die Rückkehr aus Lateinamerika zurück nach Deutschland. Wie schnell das gegangen war. Während ich meine eigenen Irrtümer erkenne, entdecke ich, wie ich mit meinen Strategien selbst Teil des alten Matrix Systems war. Meine Art, mich sicher zu fühlen: bloß nicht stehenbleiben. Auf der Suche nach der idealen Berufung, mit viel Freiheit.
In der Krise wach werden
Wie gut das tut, einer Autorin zu lauschen, die auch aus ihren Krisen gelernt hat. Und was für heftige Krisen. Seelenschwester. Sie zeigt sich ganz pur, fand ich. Diese Freude über den lebendigen Kontakt mit dem Moderator. Sie lacht viel. Auch ihr Mut, sich selbst offen für die Leistung des Buches anzuerkennen, ist erfrischend. Manchmal haarscharf an der Grenze zum „zuviel“. Doch in Wahrheit möchte ich das auch noch lernen. Viel mehr. Und wer sagt eigentlich, dass es zu viel ist.
Schreiben und sich selbst verstehen lernen
Immer tiefer erreicht mich der Gedanke, dass Geschichtenerzählen das Wichtigste der Welt ist. Menschen erreichen wir über unsere eigenen Geschichten. Andere erreichen uns über ihre Geschichten. Ihre Farben, Gerüche, Schilderungen, Momente der Begegnungen oder der Kälte. Momente des Verstehens und des Flüchtens.
Schon lange weiß ich, dass meine Version der mitfühlenden Sprache bei mir selbst beginnt. Was für eine wunderbare Idee, dies weiterhin in Geschichten zu kleiden. Ich blicke bewusst zurück und lasse das Bewerten weg. Nicht mehr streng und kritisch, sondern wertschätzend. Schreibe die Geschichte neu.
Erstmal die Heldinnen Geschichte schreiben
Der Mentor sagt, auf dem Weg in den Erfolg brauchen wir eine Heldinnengeschichte. Etwas, das zeigt, dass wir es selbst erlebt haben. Und das uns zu Experten gemacht hat. Etwas, das die Herzen der Lieblingskundinnen erreicht. Mehrere Geschichten fallen mir ein, die wahrlich große Bedeutung auf meinem Weg haben.
Im Moment ist eine der Favorit: die Geschichte, wie ich 2015 endlich das erste Mal die Seminarbühne betrat. Die ist jetzt erstmal dran. Im Ductus von Beppo Strassenfeger, einen Schritt gehen und einen Strich mit dem Besen. Immer nur einen Strich. Einfach vorwärtsgehen.
Während ich schreibe, spüre ich ein feines freudiges Kribbeln.